Regen ist eine Planänderung, kein ruinierter Tag. Einige meiner liebsten Bilder sind unter Regenschirmen entstanden.
Jedes Paar, das in Italien unter freiem Himmel heiratet, stellt mir dieselbe nervöse Frage.
Die ehrliche Antwort: Regen ändert die Choreografie, nicht die Hochzeit, und oft schenkt er euch Licht und Bilder, die ihr bei klarem Himmel nie bekommen hättet.

Was Regen am Hochzeitstag wirklich ändert
Regen am Hochzeitstag ändert die Choreografie und sonst fast nichts.
Italienische Locations sind dafür gebaut. Kreuzgänge, Loggien, überdachte Terrassen, Pergolen, Orangerien und Säle mit Fresken: Es gibt fast immer einen schönen Raum, in den man ausweichen kann.
Wir verlegen die Trauung ins Trockene, halten den Aperitivo flexibel und behalten das Regenradar im Blick, um in einer trockenen Pause nach draußen zu gehen.
Wann es in Italien wirklich regnet
Im Frühling kann es kurze, heftige Schauer geben, die nach einer Stunde vorbei sind.
Juli und August sind im Süden verlässlich trocken.
Der September ist meist beständig, mit gelegentlich einem spektakulären Gewitter. Der Oktober ist wunderschön, aber weniger berechenbar.
Wenn es in der Hochzeitssaison regnet, dann meist nur kurz.
Das Licht nach dem Regen
Nasser Stein fängt das Licht ein, und die Farben werden tiefer.
Die Wolken reißen zum Sonnenuntergang zu dramatischen Himmeln auf, und die Gassen von Positano oder Amalfi leeren sich.
Ein kurzes Paarshooting in den zehn Minuten nach einem Schauer kann die stärksten Bilder des ganzen Tages bringen.
Die Gefühle schauen nicht auf den Wetterbericht.
Der Regenschirm als Requisite
Bittet eure Weddingplanerin um ein paar große weiße oder durchsichtige Regenschirme.
Sie sehen auf Fotos wunderschön aus, halten euch trocken und machen aus einem grauen Moment einen bewussten.
Vermeidet dunkle Schirme mit Logo aus der Hotellobby.
Einen Plan B aufstellen
Wählt eine Location, deren Schlechtwetter-Raum ihr wirklich gesehen habt und mögt.
Plant dreißig Minuten Puffer im Ablauf ein.
Legt vorher fest, wer endgültig entscheidet, nach drinnen zu gehen, und bis wann. Meist ist es eure Weddingplanerin, am Morgen der Hochzeit.
Ich habe Hochzeiten bei strahlender Sonne und bei Dauerregen fotografiert, und die verregneten sind nie die, die Paare bereuen. Wir machen schöne Bilder, egal was der Himmel macht.
Ihr macht euch Sorgen wegen der Wettervorhersage?
Nennt mir eure Location, und ich sage euch, wie die Schlechtwetter-Optionen dort aussehen und wie ich fotografieren würde. Ich antworte innerhalb von 24 Stunden.
Häufige Fragen
Ruiniert Regen unsere Hochzeitsfotos?
Nein. Er verändert sie, oft zum Besseren. Dramatische Himmel, leuchtender Stein und leere Gassen sind Geschenke eines Regentages.
Kostet Fotografieren bei Regen extra?
Nein. Sich dem Wetter anzupassen gehört zur Arbeit.
Sollten wir ein Zelt als Plan B mieten?
Wenn der überdachte Bereich eurer Location klein oder wenig schön ist, ja. Sonst reicht eine gute Option drinnen.
Wie spät können wir entscheiden, nach drinnen zu gehen?
Meist am Morgen der Hochzeit, je nach Vorhersage, und eure Weddingplanerin trifft die Entscheidung.
Und das Paarshooting, wenn es den ganzen Tag regnet?
Wir nutzen überdachte Architektur, Regenschirme und jede kurze trockene Pause. Wenn nötig, machen wir ein paar Porträts später, sobald der Himmel aufreißt.




