Ein editorialer Hochzeitsfotograf gestaltet eine Hochzeit so, wie ein Magazin eine Reportage gestaltet: mit einem Blickwinkel, klaren Bildern und bewusst gewähltem Licht.
Kurz gesagt
- Editorial heißt Bildaufbau und Licht, nicht den ganzen Tag posieren.
- Bei den Porträts gibt es etwas Anleitung. Der Rest des Tages wird beobachtet.
- Location und Landschaft werden Teil des Bildes.
- Die Galerie mischt Farbe und Schwarz-Weiß, Details und weite Blicke.
Was macht ein editorialer Hochzeitsfotograf?
Das Wort kommt aus der Magazinwelt, und das ist ein guter Ausgangspunkt. Eine editoriale Geschichte hat einen Blickwinkel: Sie wählt, was sie zeigt, wie nah sie herangeht und wo das Licht hinfällt. Ein editorialer Hochzeitsfotograf denkt einen Hochzeitstag genauso. Der Unterschied zu einem Modeshooting: Die Menschen auf den Bildern sind echt, und alles, was ihnen passiert, auch.
In der Praxis achte ich sehr auf Dinge, die Paaren am Tag selbst kaum auffallen: welche Wand hinter euch ruhig ist, wo die Sonne in vierzig Minuten steht, wie eine Treppe oder ein Bogen zwei Menschen einrahmen kann.

Wie eine editoriale Galerie aussieht
Zuerst der Bildaufbau
Symmetrie, freie Fläche, Linien, die zu euch führen. Ein gutes editoriales Bild erfasst man auf einen Blick, sogar als kleines Vorschaubild.
Bewusst gewähltes Licht
Weiches Fensterlicht beim Getting Ready, offener Schatten am Mittag, die letzte Sonnenstunde für die Porträts. Ich plane den Ablauf um das Licht herum, nicht umgekehrt.
Farbe und Schwarz-Weiß
Ich liefere eine Mischung: Farbe für den Ort und die Details, Schwarz-Weiß, wenn das Gefühl die ganze Geschichte erzählt.
Der Ort als Teil der Geschichte
An der Amalfiküste, in einer Villa bei Caserta oder auf einem sizilianischen Landgut ist die Umgebung einer der Gründe, warum ihr sie gewählt habt. Sie gehört als Figur in die Bilder, nicht als Tapete.



Editorial beschreibt, wie ein Bild entsteht. Es sagt nichts darüber, wie viel ihr posieren müsst.
Editorial heißt nicht gestellt
Das ist das häufigste Missverständnis. Ein editorialer Hochzeitsfotograf leitet nicht den ganzen Tag an. Die Anleitung beschränkt sich auf einen Teil des Getting Ready und ein kurzes Paarshooting, meist 20 bis 40 Minuten. Trauung, Reden und Party werden fotografiert, wie sie passieren, mit derselben Aufmerksamkeit für den Bildaufbau. Eine genaue Aufschlüsselung findet ihr in müssen wir für editoriale Hochzeitsfotografie posieren.

Passt ein editorialer Hochzeitsfotograf zu euch?
Ja, wenn euch das Aussehen der Bilder genauso wichtig ist wie das, was sie zeigen, wenn eure Location Architektur oder einen Ausblick hat, den es zu nutzen lohnt, und wenn ihr eine Galerie wollt, die vom ersten bis zum letzten Bild zusammenhält.
Wenn ihr lieber eine reine Reportage ganz ohne Anleitung möchtet, sagt es mir. Ich passe mich an, und das Paarshooting kann entfallen. Den Unterschied der beiden Ansätze erkläre ich in editoriale oder dokumentarische Hochzeitsfotografie.
Ihr plant eine Hochzeit in Italien?
Schickt mir euer Datum und eure Location und erzählt mir, was ihr euch vorstellt. Ich antworte persönlich innerhalb von 24 Stunden.
Häufige Fragen
Was ist ein editorialer Hochzeitsfotograf?
Ein Fotograf, der Bildaufbau und Licht mit dem Blick eines Magazins plant und dabei die echten Momente des Tages so festhält, wie sie passieren.
Ist editorial dasselbe wie dokumentarisch?
Nein. Dokumentarische Fotografie greift nie ein. Editorial ergänzt eine leichte Anleitung bei den Porträts. Die meisten meiner Galerien verbinden beides.
Müssen wir den ganzen Tag posieren?
Nein. Anleitung gibt es nur bei einem Teil des Getting Ready und bei einem Paarshooting von 20 bis 40 Minuten.
Funktioniert editorial nur in Luxus-Locations?
Nein. Es braucht gutes Licht und einen klaren Bildausschnitt, und den findet man im Innenhof eines Rathauses genauso wie in einer Villa.
Wo fotografierst du?
Vor allem zwischen Neapel und der Amalfiküste, und für Destination Weddings in ganz Italien und im Ausland.




